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Demenzpflege

Demenzpflege

Die Anzahl der Demenzkranken steigt – aufgrund der höheren Lebenserwartung – stetig an. Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die zu einer Beeinträchtigung der kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten führt.

Am Anfang einer Demenz stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, danach verschwinden die eingeprägten Inhalte des Langzeitgedächtnisses. Dies hat zur Folge, dass die an Demenz erkrankte Person die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verliert. Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Demenz. Auch die Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohnern von Betagteninstitutionen ist von Demenz betroffen.

Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz


Der Krankheitsverlauf von Demenz ist fortschreitend und kann durch Medikamente verlangsamt, jedoch nicht zum Stillstand gebracht werden. In jeder Krankheitsphase ergeben sich besondere Herausforderungen wie beispielsweise eine höhere Sturzgefährdung und Weglaufgefährdung oder eine Veränderung des Verhaltens –die Betroffenen werden unruhig, ängstlich, depressiv oder aggressiv. Der stetig ansteigenden Betreuungs- und Pflegeaufwand hat zur Folge, dass pflegende Familienangehörige oftmals an ihre körperlichen und seelischen Grenzen stossen und die an Demenz erkrankte Person teilweise oder dauerhaft durch eine Institution betreuen lassen müssen.

Integration und spezialisierte Wohnformen


In der Pflege und Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen werden verschiedene Konzepte angewendet, um auf die besonderen Bedürfnisse besser eingehen zu können. Einige Institutionen setzen in ihrem Konzept auf Integration der Demenzerkrankten  und fördern deren Eingliederung in den Institutionsalltag mit nicht dementen Bewohnerinnen und Bewohnern. Andere Institutionen bieten spezialisierte Wohnformen– wie etwa die Demenzwohngruppe –  mit umfassendem Konzept, das sowohl die Räumlichkeiten als auch die Ausbildung der Pflegepersonen und die Alltagsgestalltung definiert. Bei beiden Konzepten steht im Vordergrund, den Demenzkranken ein Leben in Würde, Geborgenheit, Sicherheit und mit grösstmöglicher Freiheit zu ermöglichen. Eine wichtige Hilfestellung hierzu bietet die Biographie jeder Person. Sie gibt Anhaltspunkt zu wichtigen Lebensinhalten, die auch bei zunehmender Demenz ihre Bedeutung für die Alltagsgestaltung nicht verlieren.

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